Fotos ohne Bildgestaltung gibt es in der Fotografie eigentlich nicht. Denn jeder der fotografiert betreibt Bildgestaltung, der eine bewusst, der andere unbewusst. Setzt man Bildgestaltung allerdings nur unbewusst und somit zufällig ein, wird sich das im Ergebnis zeigen. Denn genau hier liegt der Unterschied zwischen Fotos, die den Betrachter ansprechen und solchen, die den Betrachter nicht ansprechen und die er schnell wieder vergisst.
Die Fotoschule des Sehens bietet in Frühjahr 2010 erstmals zwei Fotoworkshops zum Thema Bildgestaltung an. In jeden Workshop werden zwei große Themenbereiche der Bildgestaltung zunächst theoretisch erörtert und danach fotopraktisch umgesetzt. Die Workshops sind nicht aufeinander aufbauend.
Fotoworkshop „Bildgestaltung 1: Motive im Sucher bewusst platzieren und Rezepte für den Einsatz von Licht und Farbe“ vermittelt, wie das Motiv am besten in das von der Kamera vorgegebene Sucherfeld passt. Dabei sollten Bildformate, Bildausschnitte oder Perspektiven ruhig mal bewusst anders gewählt und so mehr Abwechselung in die Fotos gebracht werden. Bilder, die im Goldenen Schnitt aufgenommen wurden, strahlen Ruhe und Harmonie aus, ein gezielt eingesetzter Fluchtpunkt zieht optisch in das Bild hinein und unterschiedliche Proportionen erzielen unterschiedliche Wirkungen von Ausgewogenheit oder Spannung. Weiterhin behandelt Bildgestaltung 1 den Einsatz von Licht und Farben. So lassen sich durch Mehrfachbelichtungen überraschende Farbzauber erzielen, ebenso durch Farbzoomen. Bildaussagen werden durch Weglassen der Farbe, also durch S/WAufnahmen, auf ihr Wesentliches reduzieren, bspw. auf auffällige Formen, Strukturen oder soziale Aussagen.
Im Fotoworkshop „Bildgestaltung 2: Punkt, Punkt , Dreieck, Strich….grafische Elemente in der Fotografie und Geheimnisse des Fotodesigns“ werden zwei weitere Themenbereichen der Bildgestaltung behandelt. Im ersten Themenbereich geht es um die Wirkung von grafischen Elementen, wie Punkten, Linien und Dreiecken. Der zweite Themenblock behandelt Aspekte des Fotodesigns, dessen wichtigste Grundlagen wohl durch die Erkenntnisse der Gestaltpsychologie geprägt wurden. So lassen die bspw. die Gesetze der Gestaltpsychologie nachvollziehen, warum manche Bilder als „Suchbilder“, ohne klare Aussage empfunden werden, andere dagegen zu klaren Bildaussagen führen.
In beiden Workshops lernen die Teilnehmer die Elemente der Bildgestaltung zunächst theoretisch kennen. Im daran anschließenden Praxisteil können diese gleich ausprobiert werden. Eine abschließende Bildbesprechung zu den Aufnahmen des Tages rundet die Workshops ab.
Die Teilnehmerzahl ist auf 10 begrenzt. Vorausgesetzt wird die sichere Handhabung des eigenen Fotoapparates (Kompakt-, Bridge- oder Spiegelreflexkamera).
Termine: 13.02.2010 und 14.02.2010 in Hannover
(openPR)





